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Kenia: Armut ist sexistisch. Kein Schulbesuch für menstruierende Mädchen und Frauen. Binden werden gebraucht.

Tagtäglich werden fast 40.000 Mädchen unter 18 Jahren zwangsverheiratet. In den Entwicklungsländern, LDCs, liegt der Anteil an Mädchen, der eine Sekundarschule besucht, bei nur 26,8 %. In vielen Ländern verdienen erwerbstätige Frauen 30 % weniger als Männer. Dazu kommt, dass Frauen in der Regel keinen Zugang zu Grundbesitz, sicherer Energieversorgung, Technik, Erbschaften und Finanzdienstleistungen haben. 86,2 % der erwerbstätigen Frauen sind prekär beschäftigt.

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Gender economic empowerment 06. Juli 2017 Hamburg Alternativkonferenz- Kampnagel

Trotz aller Fortschritte in Gesetzgebung und Regierungshandeln: Die jüngsten Statistiken zeigen, dass die Europäische Union das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter nur teilweise erreicht hat. Der Gleichstellungindex des EIGE 2015 unterstreicht, dass so gut wie kein Fortschritt in der Stärkung der wirtschaftlichen Stärkung der Frau erreicht worden ist. Während die Erwerbstätigkeitsrate der Männer bei 77,4 % liegt, liegt die der Frauen bei nur 65,5 %. Zwar ist die Rate in den letzten Jahren angestiegen, jedoch zeigt sich immer noch ein Abweichen von mehr als 10 % zu der Rate der Männer. Länderspezifisch zeigen sich besonders in Griechenland, Italien, Malta und Rumänien starke Unterschiede in der Erwerbtätigkeitsrate zwischen Männern und Frauen. Die größte Differenz von 27% zeigt sich in Malta. Deutschland steht mit einer Differenz von 8 % relativ weit vorne in der Liste der EU-Staaten. Litauen ist mit einer Differenz von 2% Spitzenreiter.

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Deutschlands G20-Präsidentschaft 04. Juli 2017 Berlin Vorbild oder Vexierbild für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Deutschlands G20-Präsidentschaft 04. Juli 2017 Berlin

Vorbild oder Vexierbild für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Fachtagung Gender Empowerment Friedrich-Ebert-Stiftung / Marie-Schlei-Verein

 

Deutschland ist erstmals Gastgeber der G20-Staaten am 7.und 8. Juli 2017 in Hamburg. Die G20-Staaten repräsentieren gegenwärtig über 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, drei Viertel des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

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Buchbeitrag: Hamburgische Bürgerschaft 70 Jahre

Trotz der Notwendigkeit Hamburgischer Volksentscheide bleibt für mich die Parlamentarische Demokratie über die Hamburgische Bürgerschaft oder den Bundestag die richtige Antwort auf Willy Brandts Herausforderung: Mehr Demokratie wagen. Eine demokratische Gesellschaft braucht ein kontinuierliches sachkundiges Miteinander, das die politischen Parteien organisieren können und müssen wie Artikel 20 Grundgesetz sagt.

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Partnerland Vietnam : Zur Lage – Hamburger Gruppe – Marie-Schlei-Verein

Die politische Lage mit dem Einparteiensystem der KP Vietnam ist stabil. Nach wie vor gibt es keine Pressefreiheit. In Bezug auf Menschenrechte gibt es Fortschritte mit einer Politik der kleinen Schritte. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist in der Verfassung und vielen Gesetzen geregelt. Die soziale Wirklichkeit verbunden mit den vietnamesischen Traditionen führt immer wieder zu Diskriminierung und Ausgrenzung. Es gibt eine Zivilgesellschaft, es gibt Proteste, vor allem aus ökologischer Sicht, Facebok wird nicht verboten. Nachrichten über Unglücke und Umweltkatastrophen sind nicht mehr zu verhindern.

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Beitrag Forum Internationale Politik 2016

1. Die UN-Agenda 2030 ist bei allen Unvollkommenheiten ein Glücksfall für die Weltgemeinschaft. Vor einem Jahr noch waren wir alle nicht davon überzeugt, dass die Weltgemeinschaft diesen Kraftakt angesichts der Zerrissenheit der Welt noch stemmen könnte. Die 17 Ziele und 169 Unterziele mögen verwirren, verdeutlichen aber die Komplexität der Herausforderungen, vor denen alle UN- Mitgliedstaaten stehen. Beitrag Forum Internationale Politik 2016 weiterlesen

Fluchtursachen bekämpfen – Entwicklungszusammenarbeit und Frauen stärken

Die Flüchtlingsfrage ist eine humanitäre Herausforderung. Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt, haben Angst um ihr eigenes Leben, das Leben ihrer Lieben. Niemand will freiwillig seine Heimat verlassen. Wie aber können Fluchtursachen bekämpft werden? Frieden und menschliche Sicherheit sind die Zukunftskonzepte, weil Menschen wieder in ihre Heimat zurückwollen. Mit Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist nichts.

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Senatsempfang aus Anlass des Internationalen Frauentages 2015 09 März um 20:15 Rathaus

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende des Marie-Schlei-Vereins

Senatsempfang aus Anlass des Internationalen Frauentages 2015
09 März um 20:15 Rathaus

Der Internationale Frauentag 2015 verbindet drei Milliarden Frauen weltweit, aber auch die Weltgesellschaft in ihrem Engagement für Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit seit der Weltfrauenkonferenz in Peking vor 20 Jahren. Die Botschaft: Gleichstellung ist unteilbar und universal, Wir sind die Welt, wir sind die Frauen. Gebraucht werden starke Frauen und starke Frauen-programme. Die Erklärung und Aktionsplattform von Peking einten fast revolutionär die UN- Staaten auf 12 kritische Aktionsfelder wie die Bekämpfung von Armut und Gewalt und auf neue Strategien wie das Gender mainstreaming, Gender budgeting und Gender empowerment zur Umsetzung der Gleichstellung von Frau und Mann. Das Bündnis zwischen Frauen an der Macht und Frauennetzwerken funktionierte optimal. Bei der Umsetzung versagten die Regierungen kollektiv.

20 Jahre nach Peking gibt es zwar die politische und rechtliche Besserstellung, Fortschritte in der Bildung, aber kein Land der Welt, das die Gleichstellung der Geschlechter durchgesetzt hat. Die Bilanz Peking+20 ist ein Weckruf für alle: Armut bleibt sexistisch. Sparmaßnahmen treffen weltweit Frauen. Nur 22% der Abgeordneten sind Frauen. Dramatisch ist trotz der höheren Frauenerwerbsquote ihre Ausbeutung. Die Genderlücke beim Lohn, die menschenunwürdigen Arbeitsverhältnisse sind dafür ein Beispiel. Skandalös ist die erschreckend grausame Gewalt gegen Frauen, die häusliche und sexualisierte Gewalt die Gewalt gegen Frauen als Kriegswaffe.

Fortschritte gab es, sie waren zu langsam oder/und wenig nachhaltig. Finanz, Wirtschafts- und Ernährungskrisen oder Umwelt- und Gesundheitskatastrophen machten sie teilweise zunichte. Die zunehmende Verteilungsungerechtigkeit-85 Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung- und strukturelle Ungleichheit zwischen und innerhalb von Staaten wirken sich auch auf die Geschlechter Gleichstellung aus- auf Mädchen, besonders auf alleinerziehende

Eine neue transformative sozial und ökologisch nachhaltige Weltordnung muss es im neuen Weltordnungsrahmen, der UN- Post-2015-Agenda geben. Die UN-Staats- und Regierungschefs müssen im September in New York die Peking Aktionsplattform integrieren. Geschlechtergerechtigkeit und Gender empowerment müssen ein eigenständiges Ziel werden, das den Skandal Ungleichheit aus Gendersicht beendet, Frauen und Mädchen stärkt und Frauen Menschenrechte respektiert. Wenn Landfrauen in Entwicklungsländern über die gleichen Ressourcen wie Männer verfügen würden, würde es 150 Millionen weniger Hungernde geben. Wenn Frauen wie Männer erwerbstätig sein und bezahlt würden, könnte die Weltwirtschaftsleistung erheblich gesteigert werden.

Geschlechtergerechtigkeit ist eine Grundbedingung für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Die strukturellen Ursachen von Ungleichheit, Diskriminierung, Stigmatisierung und geschlechtsspezifischer Gewalt müssen überwunden und die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen gesichert werden. Im Jahr der Entscheidung gilt: die UN-Staats- und Regierungschefs müssen den Planeten Erde gleichberechtigt machen, den Frauen gehört nicht nur die Hälfte des Himmel sondern auch die Hälfte der Erde.