Archiv der Kategorie: Artikel und Beitraege

Geschlechtergerechtigkeit und Welthandel Fachkonferenz, 08.10.2018, Berlin

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein

Viele Experten bezeichnen Frauen als Gewinnerinnen des freien Welthandels. Hunderte von Millionen zusätzliche Jobs sind in Frauenhand. Aber es sind Billigjobs oder prekäre Arbeitsverhältnisse, vor allem in Asien.  In der Europäischen Union haben viele Frauen durch die Veränderung der Wertschöpfungsketten z. B. im Textil- und Chipsbereich ihre Arbeitsplätze verloren. Zu massiven Einbrüchen bei Frauenarbeitsplätzen kam es 1998 im Rahmen der Asienkrise, wo Millionen von Frauen aus den Freihandelszonen wieder zurück in ihre Dörfer mussten. Und die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Subunternehmen weltweit, die Agenten der Wertschöpfungsketten global, gefährden das Leben und die Gesundheit von Millionen von Frauen. Geschlechtergerechtigkeit und Welthandel Fachkonferenz, 08.10.2018, Berlin weiterlesen

Helma Steibach – Erinnerung und Ansporn: Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Professor Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Hamburg 24. Juli 2018

Helma Steinbach war eine engagierte und kompetente Kämpferin. Sie wusste um das Potenzial von Zusammenschlüssen – durch Gewerkschaften, Genossenschaften und auch politische Parteien für solidarische Gesellschaften und gegen Ungleichheit. Kooperation in einer globalisierten Gesellschaft, starke Gewerkschaften und starke Frauenbewegungen werden als Antwort auf die globalisierten Machtverhältnisse und die Zerstörung kooperativer multilateraler Zusammenarbeit mehr denn je gebraucht. Helma Steibach – Erinnerung und Ansporn: Wer nicht kämpft, hat schon verloren! weiterlesen

Frauenrechte in Gefahr: Wie können die UN-Agenda 2030 und CEDAW helfen?

Vortrag 07.05.2018, Landesfrauenrat

Wenn die Gleichstellung von Frau und Mann nicht durchgesetzt wird, können die Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden. Diese Einsicht prägte die UN- Familie, als sie die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen in Ziel 5 als  eigenständiges Ziel beschloss und gleichzeitig die Geschlechtergerechtigkeit zur Querschnittsaufgabe für alle Ziele erklärte.

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Presseerklärung anlässlich des Weltfrauentages

Presseerklärung Marie-Schlei-Verein – 01. März 2018

Internationaler Frauentag 2018:
Es ist Zeit zu handeln – Frauenrechte weltweit in Gefahr

Weltweit protestieren Frauen zu Recht gegen Gewalt gegen Frauen, gegen Autonomieeinschränkungen und gegen Diskriminierung. Der Marie-Schlei-Verein wurde gegründet um Armut und Ungleichheit zu überwinden. Armut und Ungleichheit sind sexistisch.

2018 sind Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern Ziel von Frauenentwicklungsprojekten. „Kleinbäuerinnen, die in Entwicklungsländern die Ernährung der Bevölkerung gewährleisten, leiden am meisten Hunger. Hauptursachen für den Hunger sind Landenteignungen, geschlechtsspezifische Diskriminierungen, die Diskriminierung der Landwirtschaft, der fehlende Zugang der Frauen zu Landtiteln, Wasser, Beratung, Saatgut und Krediten. Das ist ein Skandal.“, so die Vorsitzende Marie-Schlei-Verein Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath.

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Marie-Schlei-Verein – Ziele und Projekte Frauen und Entwicklung- Ziele und Projekte, Hamburg 8.November 2017

Seit Gründung hat der Marie-Schlei-Verein eine starke Beziehung zu Frauen in Nicaragua: Es gab viele Bildungsprojekte, Kurse Rechte der Frau, Tofu-Projekte, Ausbildungsprojekte für Frauen in El Salvador, Computerausbildung, Schneiderei, Hühnerzucht und Gemüseproduktion. Ein Frauenzentrum wurde in Leon aufgebaut. Heute gibt es eine Kooperation mit ProdeMujer zum Aufbau von Frauengenossenschaften und vielen landwirtschaftichen Tätigkeiten.
Auch 2016 und 2017 gab es wunderbare Reisen und Geschichten von Mitgliedern des Marie-Schlei-Verein. Die Frauen in den Projekten feiern diese Besuche, weil sie sich nicht allein gelassen fühlen und stolz auf ihre Beiträge zur Entwicklung sind, die durch die gemeinsamen Projekte möglich werden.
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G20- außer Gewalt und Spesen nichts gewesen?

Professor Dr.h.c. Christa Randzio-Plath – 13. Juli 2017

G20 war für mich wichtig. Die Mächtigen dieser Welt müssen sich treffen. Zu viel hängt von ihnen und der gegenseitigen Verständigung ab. Besser wäre ein kleines Format, besser wären mehr Gespräche und weniger Bilder. Das wichtigste Ergebnis war für mich die Vereinbarung für den Waffenstillstand in Südwest-Syrien, der offensichtlich trägt.

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Kenia: Armut ist sexistisch. Kein Schulbesuch für menstruierende Mädchen und Frauen. Binden werden gebraucht.

Tagtäglich werden fast 40.000 Mädchen unter 18 Jahren zwangsverheiratet. In den Entwicklungsländern, LDCs, liegt der Anteil an Mädchen, der eine Sekundarschule besucht, bei nur 26,8 %. In vielen Ländern verdienen erwerbstätige Frauen 30 % weniger als Männer. Dazu kommt, dass Frauen in der Regel keinen Zugang zu Grundbesitz, sicherer Energieversorgung, Technik, Erbschaften und Finanzdienstleistungen haben. 86,2 % der erwerbstätigen Frauen sind prekär beschäftigt.

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Gender economic empowerment 06. Juli 2017 Hamburg Alternativkonferenz- Kampnagel

Trotz aller Fortschritte in Gesetzgebung und Regierungshandeln: Die jüngsten Statistiken zeigen, dass die Europäische Union das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter nur teilweise erreicht hat. Der Gleichstellungindex des EIGE 2015 unterstreicht, dass so gut wie kein Fortschritt in der Stärkung der wirtschaftlichen Stärkung der Frau erreicht worden ist. Während die Erwerbstätigkeitsrate der Männer bei 77,4 % liegt, liegt die der Frauen bei nur 65,5 %. Zwar ist die Rate in den letzten Jahren angestiegen, jedoch zeigt sich immer noch ein Abweichen von mehr als 10 % zu der Rate der Männer. Länderspezifisch zeigen sich besonders in Griechenland, Italien, Malta und Rumänien starke Unterschiede in der Erwerbtätigkeitsrate zwischen Männern und Frauen. Die größte Differenz von 27% zeigt sich in Malta. Deutschland steht mit einer Differenz von 8 % relativ weit vorne in der Liste der EU-Staaten. Litauen ist mit einer Differenz von 2% Spitzenreiter.

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