Archiv der Kategorie: Artikel und Beitraege

Frauenrechte in Gefahr: Wie können die UN-Agenda 2030 und CEDAW helfen?

Vortrag 07.05.2018, Landesfrauenrat

Wenn die Gleichstellung von Frau und Mann nicht durchgesetzt wird, können die Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden. Diese Einsicht prägte die UN- Familie, als sie die Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen in Ziel 5 als  eigenständiges Ziel beschloss und gleichzeitig die Geschlechtergerechtigkeit zur Querschnittsaufgabe für alle Ziele erklärte.

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Presseerklärung anlässlich des Weltfrauentages

Presseerklärung Marie-Schlei-Verein – 01. März 2018

Internationaler Frauentag 2018:
Es ist Zeit zu handeln – Frauenrechte weltweit in Gefahr

Weltweit protestieren Frauen zu Recht gegen Gewalt gegen Frauen, gegen Autonomieeinschränkungen und gegen Diskriminierung. Der Marie-Schlei-Verein wurde gegründet um Armut und Ungleichheit zu überwinden. Armut und Ungleichheit sind sexistisch.

2018 sind Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern Ziel von Frauenentwicklungsprojekten. „Kleinbäuerinnen, die in Entwicklungsländern die Ernährung der Bevölkerung gewährleisten, leiden am meisten Hunger. Hauptursachen für den Hunger sind Landenteignungen, geschlechtsspezifische Diskriminierungen, die Diskriminierung der Landwirtschaft, der fehlende Zugang der Frauen zu Landtiteln, Wasser, Beratung, Saatgut und Krediten. Das ist ein Skandal.“, so die Vorsitzende Marie-Schlei-Verein Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath.

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Marie-Schlei-Verein – Ziele und Projekte Frauen und Entwicklung- Ziele und Projekte, Hamburg 8.November 2017

Seit Gründung hat der Marie-Schlei-Verein eine starke Beziehung zu Frauen in Nicaragua: Es gab viele Bildungsprojekte, Kurse Rechte der Frau, Tofu-Projekte, Ausbildungsprojekte für Frauen in El Salvador, Computerausbildung, Schneiderei, Hühnerzucht und Gemüseproduktion. Ein Frauenzentrum wurde in Leon aufgebaut. Heute gibt es eine Kooperation mit ProdeMujer zum Aufbau von Frauengenossenschaften und vielen landwirtschaftichen Tätigkeiten.
Auch 2016 und 2017 gab es wunderbare Reisen und Geschichten von Mitgliedern des Marie-Schlei-Verein. Die Frauen in den Projekten feiern diese Besuche, weil sie sich nicht allein gelassen fühlen und stolz auf ihre Beiträge zur Entwicklung sind, die durch die gemeinsamen Projekte möglich werden.
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G20- außer Gewalt und Spesen nichts gewesen?

Professor Dr.h.c. Christa Randzio-Plath – 13. Juli 2017

G20 war für mich wichtig. Die Mächtigen dieser Welt müssen sich treffen. Zu viel hängt von ihnen und der gegenseitigen Verständigung ab. Besser wäre ein kleines Format, besser wären mehr Gespräche und weniger Bilder. Das wichtigste Ergebnis war für mich die Vereinbarung für den Waffenstillstand in Südwest-Syrien, der offensichtlich trägt.

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Kenia: Armut ist sexistisch. Kein Schulbesuch für menstruierende Mädchen und Frauen. Binden werden gebraucht.

Tagtäglich werden fast 40.000 Mädchen unter 18 Jahren zwangsverheiratet. In den Entwicklungsländern, LDCs, liegt der Anteil an Mädchen, der eine Sekundarschule besucht, bei nur 26,8 %. In vielen Ländern verdienen erwerbstätige Frauen 30 % weniger als Männer. Dazu kommt, dass Frauen in der Regel keinen Zugang zu Grundbesitz, sicherer Energieversorgung, Technik, Erbschaften und Finanzdienstleistungen haben. 86,2 % der erwerbstätigen Frauen sind prekär beschäftigt.

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Gender economic empowerment 06. Juli 2017 Hamburg Alternativkonferenz- Kampnagel

Trotz aller Fortschritte in Gesetzgebung und Regierungshandeln: Die jüngsten Statistiken zeigen, dass die Europäische Union das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter nur teilweise erreicht hat. Der Gleichstellungindex des EIGE 2015 unterstreicht, dass so gut wie kein Fortschritt in der Stärkung der wirtschaftlichen Stärkung der Frau erreicht worden ist. Während die Erwerbstätigkeitsrate der Männer bei 77,4 % liegt, liegt die der Frauen bei nur 65,5 %. Zwar ist die Rate in den letzten Jahren angestiegen, jedoch zeigt sich immer noch ein Abweichen von mehr als 10 % zu der Rate der Männer. Länderspezifisch zeigen sich besonders in Griechenland, Italien, Malta und Rumänien starke Unterschiede in der Erwerbtätigkeitsrate zwischen Männern und Frauen. Die größte Differenz von 27% zeigt sich in Malta. Deutschland steht mit einer Differenz von 8 % relativ weit vorne in der Liste der EU-Staaten. Litauen ist mit einer Differenz von 2% Spitzenreiter.

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Deutschlands G20-Präsidentschaft 04.Juli 2017 Berlin Vorbild oder Vexierbild für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Deutschlands G20-Präsidentschaft 04. Juli 2017 Berlin

Vorbild oder Vexierbild für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit

Fachtagung Gender Empowerment Friedrich-Ebert-Stiftung / Marie-Schlei-Verein

Deutschland ist erstmals Gastgeber der G20-Staaten am 7.und 8. Juli 2017 in Hamburg. Die G20-Staaten repräsentieren gegenwärtig über 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, drei Viertel des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

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G20 in Hamburg, Thesen und Perspektiven, auch aus der Gleichstellungsperspektive

Landesfrauenkonferenz der AsF Hamburg, 23. Mai 2017
Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath

  1. Die G20-Staaten repräsentieren gegenwärtig über 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, drei Viertel des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung. G20 entstand auf Einladung von Präsident Obama als Gipfel der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und der EU, um eine Antwort auf die Herausforderungen der Finanzmarktkrise zu finden. Inzwischen beschäftigt sich der G20-Gipfel mit nahezu allen großen Themen. Es nehmen 19 Staaten, die EU, aber auch die internationalen Organisationen und besondere Gäste auf Einladung der jeweiligen Präsidentschaft teil. Jedes Jahr wechselt die Präsidentschaft.Die G20 ist keine Weltregierung, die G20 ist ein informelles Format, es gibt weder eine Organisation noch ein Sekretariat. Die politische und ökonomische Machtfülle war und ist ein Reizpunkt für die sog. Weltgesellschaft, die allein in den UN eine legitimierte internationale Institution sieht. Machtfülle, Mangel an Transparenz und Rechenschaftspflichtigkeit gehören zu den Kritikpunkten an G20. Außerdem werden die G20-Staaten kritisch identifiziert mit dem herkömmlichen Wirtschaftsmodell, das auf Wirtschaftswachstum setzt, um weltweiten Krisen zu trotzen und dabei Ungleichheit, wachsende Ungleichheit, ermöglicht und jegliche Nachhaltigkeit vermissen lässt, die in der UN-Agenda 2030 einstimmig beschlossen worden ist. Dabei werden die G20- Staaten auch als Verursacher der Krisen und Konflikte kritisiert, während die G20- Staaten selbst sich als Teil der „Lösung“ sehen.

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