Ungleichheit ist ein Krebsgeschwür- internationale Frauensolidarität gestaltet Zukunft

Die zunehmende Ungleichheit zwischen Regionen, Staaten und innerhalb von Gesellschaften trifft Frauen besonders hart. Die Feminisierung von Armut und Wohnungslosigkeit hat zugenommen. In der Europäischen Union müssen wir ungleiche Macht- und Verteilungsstrukturen beklagen. Diese Ungleichheit ist kein Naturgesetz, sondern menschengemacht.

In den zehn Jahren seit der Finanzkrise hat sich die Zahl der Milliardär*innen weltweit nahezu verdoppelt und ihre Vermögen stiegen im Durchschnitt mit 11 Prozent im Jahr. Der Anteil der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung am globalen Vermögen ist dagegen fast kontinuierlich zurückgegangen, von 0,76 Prozent im Jahr 2008 auf 0,43 Prozent im Jahr 2018. Dramatisch zurückgegangen ist das Tempo, in dem extreme Armut reduziert wurde: Es hat sich seit 2013 halbiert. In Afrika südlich der Sahara steigt die extreme Armut sogar wieder an.

Aber Frauen in Lateinamerika, Asien und Afrika begehren auf und fordern die Einlösung der Versprechen in der UN- Nachhaltigkeitsagenda: Geschlechtergerechtigkeit und Gender Empowerment. Sie fordern, dass die Ungleichzeit zwischen den Weltregionen und innerhalb der Gesellschaften aufhört. Wichtig sind ihnen vor allem kostenlose Bildung und Gesundheitsdienste.

Der Marie-Schlei-Verein, eine gleichstellungsorientierte gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, unterstützt seit 35 Jahren Frauen durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen im informellen Sektor, damit sie Einkommen erwirtschaften und Gleichberechtigung durchsetzen können. Die Bäckerei- Frauen im Kibera-Slum mit ihren lachenden Gesichtern zeigen das neue Selbstbewusstsein von armen Frauen genauso wie die Gemüsebäuerinnen in Uganda, die Blumenfrauen in Vietnam, die Tierhalterinnen in Peru, die Ladenbetreiberinnen in Nepal und die Frauen in den neuen Frauengenossenschaften vor allem in Nicaragua und El Salvador.

„Wir tragen hier in Deutschland Verantwortung für die globale nachhaltige Entwicklung. Zu Recht klagen SchülerInnen an, dass ihr Überleben auf dem Planeten Erden gefährdet ist. Zukunft muss gebaut werden. Ohne die Gleichstellung der Frauen kann die nachhaltige Entwicklung nicht gelingen. Deswegen brauchen wir internationale Solidarität und die politische und ökonomische Stärkung der Frauen in Entwicklungsländern. Jedes noch so kleines Projekt stärkt Frauen.,“ betont die Vorsitzende Professor Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein.

2018 konnte der Marie-Schlei-Verein 1.200 Frauen in Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika beruflich qualifizieren und damit zur Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und dem Abbau von Gewalt beitragen.

Zum internationalen Frauentag 2019 unterstützen wir Nicaraguas Frauen, die immer ärmer und verzweifelter sind. Spenden Sie für ein Fahrzeug, damit sie ihre Früchte und ihr Gemüse auf den Märkten in León verkaufen können. Hilfe zur Selbsthilfe!

Spendenkonto: SPARDA Bank Hamburg

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